Funkmast:

Eigentlich wollte ich hier nur über unseren Garten schreiben.
Aber andere Entwicklungen in diesem Jahr haben mich davon abgehalten.
Anfang des Jahres wurde bekannt, dass ganz in unserer Nähe ( ca. 100 m entfernt ) ein 4G / 5G Funktmast errichtet werden soll. 
Bürger werden ungefragt gesundheitlichen Risiken ausgesetzt, müssen den Wertverlust der anliegenden Grundstücke und die Verschandlung der Landschaft in Kauf nehmen sollen.
Das gleiche trifft auch für Windräder zu. Die Frage sollte doch immer sein, verbessert sich etwas für mein Umfeld und somit auch für mich oder nicht. Entstehen dadurch Arbeitsplätze in unserer Region? Wohin fließen die Gewinne? Die auf dem Land sollen abnicken und ständig steigende Strompreise schlucken. Doch das Geld wird wo anders verdient.

Brunnen:

Noch so ein Drama, das Gesundheitsamt hat eine Wasserprobe von unserem Brunnen gefordert.
Die ergab neben viel zu hohen Nitratwerten auch einen bedenklich hohen Keimgehalt.
Das Gesundheitsamt bestand nun auf einer Sanierung.
Doch die angefragten Brunnenbauer lehnten nach Begutachtung ab, weil mit der Sanierung die gefundenen Escherichia coli und Enterokokken nicht dauerhaft bekämpft werden könnten.
Es blieb also nur der Ausweg neu und tiefer bohren. Denn eine öffentliche Wasserleitung gibt es an diesem Ort noch nicht. Laut der ersten Probe aus dem neuen Brunnen (11m tief) sind wenigstens die genannten Keime nicht mehr vorhanden. Die anderen Werte haben sich aber nicht wesentlich verbessert.
Damit werden auch hier die kleinen Leute für die verfehlte Landwirtschafts- und Umweltpolitik verantwortlich gemacht und zur Kasse gebeten.
Denn in der Nähe des Brunnens wird seit Jahren Gülle in Massen ausgebracht.

Garten:

In unserem Garten in dem ich ganz viel Freiraum für Pflanzen und Tiere lasse, war es in den letzten beiden Jahre 2018 / 2019 so trocken, dass ich bei uns in der Nähe keine Nacktschnecken / Weinbergschnecken mehr gesehen habe. Die Igel sind 2019 abgewandert. Es gibt hier keine Laubfrösche / Kröten mehr, die ich aber 2017 noch im Kürbis beet gesehen habe.
Die Meisen hatten weniger Nachwuchs als die Jahre davor. Dafür besuchen uns regelmäßig die Waschbären und fressen das Vogelfutter. Nur 3 Junge Schwalben aus zwei Bruten sind fortgekommen. Und ohne unseren Brunnen wäre vieles einfach verdorrt.
Wer sich aber offensichtlich immer wohler fühlt, sind die Mäuse.
Durch die vielen Eicheln in 2018, die Trockenheit und das Fehlen natürlicher Feinde wie Eule, Kauz und Fuchs bzw. das Fehlen von Ansitz Möglichkeiten für den Bussard konnten die sich prächtig vermehren.

Trotzdem habe ich wieder Apfelbäume gepflanzt. Weis auch nicht was mich da geritten hat.

Wünsche allen treuen Lesern ein gesundes neues Jahr 2020!