Das mobile Telefonieren und die entsprechende Technik wurde, wie der Name schon sagt, für die Erreichbarkeit unterwegs erfunden. Die Arbeit wanderte ab und Frau/Mann mussten hinterher.
Der Moderne Mensch hatte jetzt “flexibel” und “mobil” zu sein. 
Deshalb nahmen 1992 in Deutschland die Netze D1 und D2 den Betrieb auf.  Es gab jetzt genug Kunden, die bereit waren auch den Preis dafür zu zahlen, weil sie in der Zwangslage waren, mobil zu sein.
Einige werden sich noch an die ersten Handys, die sogenannten “Knochen” erinnern, auch ein Statussymbol damals.
Mit der Verbreitung des Mobilfunks kamen aber auch die ersten Fragen nach den Auswirkungen auf die Gesundheit auf.
Anfang der 2000’er Jahre wurde dann beim Kauf eines Handys auf den SAR-Wert geachtet. Ich würde mal behaupten, das interessiert heut niemand mehr. Hier ging es aber immer noch im Wesentlichen, nur um das Telefonieren im Freien.
Und es gab die Hinweise: “Nicht in Fahrzeugen (Auto, Bus, Bahn) telefonieren – die Strahlung ist höher!”
Und heute? Das Smartphone wird immer öfter in geschlossenen Räumen genutzt. Es wird sogar der Festnetzanschluss gekündigt, weil es angeblich günstiger ist.
Damit aber das Smartphone auch in geschlossenen Räumen gut funktioniert, muss die Sendeleistung der Mobilfunkmasten gesteigert werden. WLAN und Bluetooth als Strahlungsquellen kamen in den letzten Jahren noch dazu.

Leider ist bis heute umstritten und nicht vollständig geklärt, welchen Einfluss die Wirkungen von Mobilfunkstrahlung auf die Gesundheit im allgemeinen und die Entstehung von Krebs speziell haben, von den Auswirkungen der Smartphone-Nutzung auf die Augen ganz zu schweigen.
Und schon redet man von 5G und seinen Segnungen für uns alle.
Von öffentlicher Hand werden, für Forschung und Etablierung des Mobilfunkausbaus, 700 Millionen ausgegeben. (Steuergelder)  Aber zur Risikobewertung in puncto Gesundheit wurde in Deutschland und EU-weit bisher nicht ein einziges unabhängiges Gutachten in Auftrag gegeben.
Es sieht so aus, als hätte man uns gern als Versuchskaninchen für einen großen Freilandversuch.

Es geht mir nicht um ein Verbot! Mir geht es nur um Wahlfreiheit!
Möchte ich dieser Strahlung permanent ausgesetzt sein oder nicht.
Dieser Wunsch wird aber im Moment von Politikern und Industrie nicht beachtet.
Ein einigermaßen schneller Internetanschluss und ein Funknetz zum Telefonieren (welches mit viel weniger Strahlenbelastung auskommen würde) von Unterwegs würde mir völlig reichen.
Ich sage deshalb nein zum weiteren Ausbau des Mobilfunknetzes.

Warum Handys dumm machen | Prof. Manfred Spitzer